Das Bildarchiv im Staatsarchiv Bremen versteht sich als moderne Dokumentationsstätte der fotografischen Überlieferung der Stadt und des Landes Bremen. Es sammelt und verwahrt seit 1937 Fotomaterialien aller Art und stellt sie der Forschung sowie der interessierten Öffentlichkeit zur Verfügung.
Derzeit zählt die Bildsammlung insgesamt rund 2 Mio. Negative und Positive.
Interessierte Besucher können während der Öffnungszeiten jederzeit im Bildarchiv recherchieren. Hochwertige digitale Reproduktionen werden gegen eine Gebühr in der Fotowerkstatt angefertigt.
Das Staatsarchiv Bremen verfügt über optimal klimatisierte Magazinräume zur sicheren Lagerung der Fotografien und Negative. Alle Verpackungen sind PAT-getestet (PhotoActivityTest), wodurch eine langfristige und Fotomaterial schonende Aufbewahrung gewährleistet wird.
Fotografien – ob Abzüge, Fotoalben oder Negative und Dias – sind empfindliche Materialien, die einer fachgerechten Lagerung bedürfen. Da sie durch häufige Nutzung erheblichen Schaden nehmen können, sind wir 2001 dazu übergegangen, die Bestände umfassend zu digitalisieren.
Die einzelnen Bilder werden in unserer Online-Datenbank ARCINSYS verzeichnet. Erfasst werden Daten wie Bildtitel, Fotograf, Rechteinhaber, Material, ergänzt durch ein Vorschaubild. Diese Bilddaten ermöglichen dem Besucher die Recherche in unserer Datenbank.
Das Bildarchiv ist der interessierten Öffentlichkeit zur Benutzung zugänglich. Vor der Neben der Recherche in der analogen Bildkartei ist die Suche online im Archivinformationssystem ARCINSYS empfehlenswert.
Gegen eine Gebühr können – unter Beachtung von Nutzungsrechten – digitale Reproduktionen der Originale angefertigt werden. Schicken Sie uns hierfür einfach die jeweilige Bildsignatur per E-Mail zu. Es gilt die derzeit gültige Gebührenordnung.
Ein städtisches Bildarchiv wurde erst relativ spät gegründet. Erst am 30. November 1937 wurde es in der damaligen Regierungskanzlei ins Leben gerufen. Schon 1943 wurde im Zuge der Verwaltungsvereinfachung das Staatsarchiv mit dessen Fortführung betraut.
Anfangs wurden Bildberichte zum Zeitgeschehen, Topografisches, auch Portraits gesammelt. Der Zuwachs erfolgte vor allem durch den Erwerb geschlossener Bestände bzw. Sammlungen. 1957 wurde begonnen den Bildbestand planmäßig durch die Anfertigung eigener Aufnahmen zu vermehren. Seit Mitte der 1980er Jahre ist dieses Verfahren jedoch eingestellt, sodass die Bestandvermehrung wieder auf die Abgabe von Bildern durch Behörden, Firmen, Verbänden und sonstigen Institutionen, vor allem aber durch Privatpersonen erfolgt.
Ein Teil des im Staatsarchiv verwahrten Bildmaterials befindet sich in Schriftgutbeständen, z.B.
Der überwiegende Teil jedoch liegt im eigentlichen Bildarchiv. Dieses wurde bis 2009 ausschließlich analog geführt. Das Bildmaterial wird sukzessive in der Datenbank verzeichnet und digitalisiert.
Im Folgenden zeigen wir eine kurze Übersicht unseres Bildarchivs. Eine genauere Recherche ist online über unsere Datenbank ARCINSYS möglich.
Einzelbilder werden in der Bildkartei erfasst (10.B-Kartei). Dieser Teilbestand umfasst auch die in den 1940/60er Jahren erworbenen Fotosammlungen Kippenberg, Prosch und Sporleder. Über eine Systematik, die die Bereiche Politik, Alltagsleben, Militär, Kultur, Wirtschaft, Religion, Topografie, Personen, Schiffe und Naturverhältnisse abbildet, wurden diese Bilder mittels Karteikarten in die Sammlung eingearbeitet. Diese wurde bis 2009 ausschließlich analog geführt. Dieser Teilbestand wird sukzessive digitalisiert. Die Recherche erfolgt über unsere Online-Archivdatenbank ARCINSYS.
Fotoalben und kleinere Bilderserien finden ihren Platz im Teilbestand 10,B-AL. Derzeit beinhaltet dieser rund 200 (private) Fotoalben und etwa 1300 Sammelmappen zu zahlreichen Themen aus der bremischen Geschichte mit Schwerpunkten in Politik, Gesellschaft, Wirtschaft, Kultur und Topografie.
In Bremen waren und sind seit Erfindung der Fotografie zahlreiche professionelle Fotografen tätig gewesen. Leider sind von vielen keine Nachlässe oder nur Einzelstücke erhalten geblieben. Das Bildarchiv bemüht sich seit jeher um die Sicherung der wertvollen Fotografennachlässe (10.B-FN), bilden Sie doch häufig längere historische Perioden aus der Sicht einer Person ab. Derzeit befinden sich elf Fotografennachlässe im Besitz des Staatsarchivs:
Rudolph Stickelmann (1870-1956) und Hermann Stickelmann (1901-1973), Schaffenszeit 1901-1973, im Staatsarchiv seit 1976, Schwerpunkte: Architektur-, Industrie-, Werbe-, Schiffsfotografie
Friedrich Karl Uecker (1911-1985), Schaffenszeit ca. 1950-1980, im Staatsarchiv seit 1986, Schwerpunkte: Pressefotografie, Zeitgeschehen
Hermann Ohlsen (1916-1990), Schaffenszeit 1959-1984, im Staatsarchiv seit 2018, Schwerpunkte: Architekturfotograf
Botho Koschwitz (1925-2022), Schaffenszeit 1950/1980er, im Staatsarchiv seit 2020, Schwerpunkte: URAG, Schifffahrt
Holger Blöhte, Pressefotograf, Fotograf bei BILD Bremen. Schaffenszeit 1989-2005. Im Staatsarchiv seit 2023.
Jürgen Nogai, Bremen-Ansichten, Firmen, Veranstaltungen etc.; Schaffenszeit 1979-2000. Im Staatsarchiv seit 2023.
Hans Scheidulin (1926-1993). Bremen-Ansichten, Häfen, Reisen. Im Staatsarchiv seit 2026.
Darüber hinaus verfügt das Staatsarchiv über mehrere größere Fotosammlungen (10.B-FS), die meist aus privater Hand stammen oder von Firmen angelegt wurden. Sie bilden entsprechend aus der Sammlungsintention heraus bestimmte Themen ab, z.B.