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Veranstaltungen

Kommunikation. Von der Depesche bis zum Tweet - Die Bremer Archive und Radio Bremen

Oktober 2022

"Kommunikation" in den unterschiedlichsten Formen steht ab November im Bürgerhaus Obervieland im Mittelpunkt: Kommunikation als Mittel des Austausches zwischen einzelnen Menschen, als Gegenstand technischer und historischen Entwicklungen oder als aktuelles gesellschaftliches Diskussionsthema.

Es ist die zweite Station einer vom Arbeitskreis Bremer Archive gemeinsam mit Radio Bremen erstellten und 2020 in der Unteren Rathaushalle präsentierten Ausstellung. Anlass war der alle zwei Jahre am ersten Märzwochenende bundesweit stattfindende TAG DER ARCHIVE. Dem Jubiläum "75 Jahre Radio Bremen" galt mit rundfunkhistorischen Themen ein besonderer Schwerpunkt.

Auf den Schautafeln zeigen rund 30 Archive Briefe, Fotos, Interviews, Langspielplatten, Plakate, Telegramme, Zeitungsausschnitte und viele weitere Exponate. Das Spektrum reicht vom US-amerikanischen Sender AFN, Kirchenfunk und Campusradio über Kunst als Kommunikation, dem Bremer „Eiffelturm“ in Walle und dem „W“ auf dem Werder-Trikot bis hin zu Satelliten in der Raumfahrt. Es entsteht ein vielfältiges Bild der technischen, gesellschaftlichen und sprachlichen Veränderungen unserer Kommunikation
in den vergangenen 100 bis 200 Jahren. Auf diese Weise richten die Archive einen besonderen Blick auf das kulturelle Erbe der Stadt und des Landes Bremen, ergänzt durch überregionale und internationale Themen.

Der Arbeitskreis Bremer Archive ist ein Zusammenschluss von rund 40 Archiven im Land Bremen. Er hat das Ziel, die Bedeutung der Archive für die kulturelle Vielfalt Bremens herauszustellen und ihre Funktion als historische Zentren, die allen interessierten Menschen offenstehen, sichtbar zu machen.

Die Eröffnung der Ausstellung findet am Mittwoch 2. November um 18 Uhr im Bürgerhaus Obervieland, Alfred-Faust-Straße 4, statt.

Ausstellung: "Kommunikation. Von der Depesche bis zum Tweet - Die Bremer Archive und Radio Bremen"
Bürgerhaus Obervieland, Alfred-Faust-Straße 4
3.-24. November 2022
Mo-Fr 08.00-21.30 Uhr
Eintritt frei

Download Flyer (pdf, 1.1 MB)

Carl Katz (1899-1972) – Zu Biographie und Nachleben im Licht neuer Betrachtungen

Der Präsident des Senats der Freien Hansestadt Bremen, Bürgermeister Dr. Andreas Bovenschulte, lädt herzlich ein zu einem Vortrag von Dr. Frank Mecklenburg (Leo Baeck-Institut, New York)

"Carl Katz (1899-1972) – Zu Biographie und Nachleben im Licht neuer Betrachtungen"

Als Ehrengäste werden Mitglieder der Familie Carl Katz anwesend sein. Der Leiter des Staatsarchiv Bremen, Prof. Dr. Konrad Elmshäuser, wird die Veranstaltung moderieren.

Montag, 7. November 2022 um 17.00 Uhr, im Kaminsaal des Bremer Rathauses

Interessierte können sich bis zum 31. Oktober 2022 unter der E-Mail senatsveranstaltung@sk.bremen.de unter dem Stichwort „Carl Katz“ anmelden.

Carl Katz (1899-1972) war als Vorsitzender der jüdischen Gemeinde Bremen seit 1941, Deportierter nach Theresienstadt und Rückkehrer nach Bremen maßgeblich für den Wiederaufbau der jüdischen Gemeinde nach 1945 in Bremen verantwortlich. Sein Leben steht für viele Vertreter des jüdischen Lebens in Deutschland, die Verfolgung und Vertreibung erlitten hatten und dennoch den Wiederanfang mitgestalteten. Diese biographischen Brüche und Konflikte um das Erinnern daran stehen im Mittelpunkt eines Vortrags von Dr. Frank Mecklenburg, Forschungsdirektor am Leo Baeck-Institut (New York).

Der Vortrag von Dr. Frank Mecklenburg basiert auf einem Aufsatz, der im Bremischen Jahrbuch Band 101 (2022) erschienen ist. Er steht als Sonderdruck zum Download zur Verfügung.

Ein Magazinneubau für das Staatsarchiv Bremen - Ausstellung zu den Ergebnissen des Architektenwettbewerbs

Das Staatsarchiv Bremen verwahrt als Gedächtnis der Freien Hansestadt Dokumente aus zehn Jahrhunderten. 1968 bezog das Staatsarchiv am Präsident-Kennedy-Platz nahe der Wallanlagen einen Neubau, für den bereits damals eine Erweiterung vorgesehen wurde, denn Archive sind auf den Zuwachs von Beständen angelegt. Seit Jahren ist diese Erweiterung überfällig, denn der seit 2008 denkmalgeschützte Bestandsbau ist bereits länger voll belegt. Eine vom Staatsarchiv im Jahr 2019 beauftragte Machbarkeitsstudie ergab, dass auf dem hierfür vorhandenen Grundstück die benötigten Magazinflächen mit einem Kostenaufwand von ca. 8,7 Millionen Euro erstellt werden könnten. Das Bremer Neubauvorhaben wurde in das Förderprogramm „Nationale Projekt des Städtebaus 2021“ beim Bundesministerium für Wohnen, Stadtentwicklung und Bauwesen aufgenommen und eine Bundesbeteiligung von 4,1 Millionen Euro zugesagt.

Um den vielfältigen Ansprüchen an das Projekt und den Belangen der Nachbarschaft gerecht zu werden, wurde für das Vorhaben ein Verfahren zur Beteiligung der Bürgerinnen und Bürger durchgeführt. Zur Erreichung der baulichen Ziele hat das Staatsarchiv mit fachlicher Unterstützung durch den Senator für Kultur, Immobilien Bremen sowie das Bremer Bauressort einen Architekturwettbewerb ausgeschrieben. Zielvorgabe war, das denkmalgeschützte Bestandsgebäude durch einen weiteren Archivbau mit ca. 2.550 m² Bruttogeschossfläche zu ergänzen. Für den Architekturwettbewerb bewarben sich fast 40 Büros, 12 Büros wurden zur Teilnahme zugelassen. Am 24. Juni 2022 hat eine Fachjury die drei besten Entwürfe des Wettbewerbs prämiert.

Alle Entwürfe und die Ergebnisse des Wettbewerbs werden vom 18. August bis zum 28. Oktober im Foyer des Staatsarchivs in einer Ausstellung der interessierten Öffentlichkeit präsentiert.

Öffnungszeiten: Mo.-Do., 9:00-17:00 Uhr, Fr. 9:00-16:00 Uhr
Eintritt frei

Weitere Informationen zum Magazinneubau finden Sie auf unserer Sonderseite.

Buchvorstellung: Hans Hesse, "Ich bitte, die verantwortlichen Personen für ihre unmenschlichen Taten zur Rechenschaft zu ziehen". Die Deportation der Sinti und Roma am 8. März 1943 aus Nordwestdeutschland

Dr. Hans Hesse stellt gemeinsam mit Vertretern der Sinti-Vereine in Bremen und Bremerhaven, des Freundeskreises der Sinti und Roma in Oldenburg sowie des Arbeitskreises "Erinnern an den März 1943" den zweiten Teil seines Gedenkbuches zur NS-Verfolgung der Sinti und Roma aus Nordwestdeutschland vor.

Im März 1943 war der Bremer Schlachthof der Sammel- und Startpunkt, um Sinti und Roma aus Bremen, Bremerhaven und der Weser-Ems-Region nach Auschwitz-Birkenau zu deportieren. Mit Hilfe der Reichsbahn verbrachte die Polizei insgesamt 269 Menschen in das dortige "Zigeunerfamilienlager". Für 183 von ihnen bedeutete dies den Tod.

Das vom Staatsarchiv Bremen herausgegebene Gedenkbuch nennt erstmals die Namen der Betroffenen. Es schildert ihre Biographien und schafft so ein detailliertes Bild dieser Verfolgung. Hesses Studie ist das Ergebnis jahrelanger Forschungen in zahlreichen Archiven und schließt nahtlos an den ersten Teil des Gedenkbuchs zur Deportation aus Bremerhaven im Mai 1940 an.

Am Dienstag, 6. September 2022 findet um 11:00 Uhr im Staatsarchiv Bremen die Buchvorstellung statt, zu der neben Pressevertreter:innen auch die interessierte Öffentlichkeit herzlich eingeladen ist. Gerne können Besprechungsexemplare auch direkt beim Staatsarchiv Bremen (office@staatsarchiv.bremen.de) angefordert werden.

Zum Autor:
Dr. Hans Hesse, Historiker, zahlreiche Veröffentlichungen zum Thema, darunter: "... wir sehen uns in Bremerhaven wieder..." - Die Deportation der Sinti und Roma am 16./20. Mai 1940 aus Nordwestdeutschland (2021) und Vom Schlachthof nach Auschwitz. Die NS-Verfolgung der Sinti und Roma aus Bremen, Bremerhaven und Nordwestdeutschland (1999).

Hans Hesse, "Ich bitte, die verantwortlichen Personen für ihre unmenschlichen Taten zur Rechenschaft zu ziehen" - Die Deportation der Sinti und Roma am 8. März 1943 aus Nordwestdeutschland.
Veröffentlichungen aus dem Staatsarchiv Bd. 73. Bremen, Edition Falkenberg, 2022.
Hardcover, 336 Seiten mit 74 s/w-Abbildungen
ISBN 978-3-95494-274-9
Ladenpreis 24,90 Euro
Bestellbar über Edition Falkenberg

Einladung zur Podiumsdiskussion : Das Bismarck-Denkmal in Bremen – Reflexionen zur Stadt- und Kolonialgeschichte

Bismarck-Denkmal am St.-Petri-Dom, um 1912, Foto: Rudolph Stickelmann
Bismarck-Denkmal am St.-Petri-Dom, um 1912, Foto: Rudolph Stickelmann

Seit dem Jahr 1910 steht auf einem Sockel neben dem Bremer Dom das von dem Berliner Bildhauer Adolf von Hildebrand geschaffene Denkmal des Reichskanzlers Otto von Bismarck.

Das künstlerisch bedeutende Denkmal zeigt Bismarck im Stile eines Reiterstandbilds der Renaissance. Zunächst auf private Initiative finanziert und aufgestellt, war das Denkmal wegen der Rolle Bismarcks in der deutschen Geschichte nie unumstritten und ist bis heute Bestandteil der Bremer Denkmallandschaft. Es blieb im Zweiten Weltkrieg vor Beschädigung und Metallspenden verschont, doch wandten sich nach Kriegsende Stimmen gegen seine Wiederaufstellung, die 1952 dennoch erfolgte. Das markante Denkmal ist seither immer wieder Gegenstand von Kontroverse gewesen, aber auch von Nichtbeachtung, bis hin zur Vernachlässigung, die unlängst eine Restaurierung nötig machte.

Bismarcks kolonialpolitische Aktivitäten waren zuletzt verstärkt Gegenstand kritischer Auseinandersetzung. Der Senator für Kultur, Dr. Andreas Bovenschulte, möchte dieser Debatte mit einer öffentlichen Podiumsdiskussion im Haus der Wissenschaft ein Forum bieten, in dem sich Fachleute verschiedener Disziplinen dem Denkmal und seiner Rolle im Stadtraum nähern und diese bewerten. Ergebnisse und Anregungen aus der Veranstaltung sollen möglichst in weitere Maßnahmen – wie digitale und analoge Erläuterungstexte – einfließen.

Die Podiumsdiskussion findet am Mittwoch, 7. September 2022, um 17 Uhr statt.
Ort: Haus der Wissenschaft (Olbers-Saal), Sandstraße 4–5
Der Eintritt ist frei.

Es diskutieren:
Dr. Jörn Brinkhus (Zeithistoriker, Staatsarchiv Bremen), Dr. Thekla Keuck (Lektorin Public History, Universität Bremen), Dr. Ohiniko Mawussé Toffa (Kolonialhistoriker, Staatliche Kunstsammlungen Dresden), Dr. Jan Werquet (Kunsthistoriker, Focke-Museum Bremen)
Moderation: Prof. Dr. Konrad Elmshäuser (Staatsarchiv Bremen)

Das Format ist ausdrücklich offen für Diskussionen.
Interessierte Bürgerinnen und Bürger sind herzlich eingeladen.

Ausstellung "Bremen – Geschichte – Welterbe“ im Rahmen der Bremer Welterbetage 2022

Am 5. Juni ist Welterbetag ... und Bremen feiert mit.

Das Bremer Rathaus und der Roland stehen seit 2004 auf der Welterbeliste der UNESCO. Seit 2005 widmet sich der Welterbetag allen Kulturerbestätten, die in Deutschland unter dem Schutz der UNESCO stehen. Auch in Bremen wird dieser besondere Tag alljährlich gefeiert. Unter dem Motto "50 Jahre Welterbekonvention: Erbe erhalten – Zukunft gestalten" sind auch 2022 wieder zahlreiche Aktionen geplant.

Gemeinsam mit dem Bremer Landesmuseum für Kunst und Kulturgeschichte "Focke-Museum", dem Landesamt für Denkmalpflege und der Landesarchäologie lädt das Staatsarchiv ab dem 25. Mai 2022 zur Ausstellung "Bremen – Geschichte – Welterbe" in die Untere Rathaushalle ein. Auf den Spuren der spannenden Vergangenheit von Rathaus und Roland sowie ihrer Nachbarschaft werden nicht nur Fragen zur Baugeschichte und Restaurierungsmaßnahmen beantwortet, sondern auch die Frage, warum Bremens Herzstück unter diesen besonderen Schutz der UNESCO gestellt wurde. Als Begleitprogramm werden u.a. Führungen angeboten sowie eine "Erzählstunde" mit der Journalistin Marlene Broeckers.

Weitere Informationen auch zum Programm der Welterbewoche gibt es hier.

Ausstellung "Bremen – Geschichte – Welterbe".
Untere Halle des Bremer Rathauses.
25. Mai bis 20. Juni 2022.
Öffnungszeiten täglich von 11-18 Uhr.
Der Eintritt ist frei.

Stimmen aus der Ukraine - Musik, Politik und Literatur

Russische Kriegsverbrechen finden derzeit täglich in der Ukraine statt. Soldaten terrorisieren die ukrainische Zivilbevölkerung. Der russische Angriffskrieg bestimmt die aktuellen politischen Debatten. Angesichts dieser bedrückenden Lage möchten wir gemeinsam mit Ukrainer:innen, die ihr Land verlassen mussten oder schon länger ihre Wurzeln in Deutschland haben, Einblicke geben in die gesellschaftliche und kulturelle Situation der Ukraine.

Künstler:innen, Aktivist:innen und Wissenschaftler:innen werden das Wort ergreifen und die aktuelle Entwicklung aus unterschiedlichen Perspektiven betrachten. Einige von ihn haben schon seit vielen Jahren ihren Lebensmittelpunkt im Land Bremen oder Deutschland. Die meisten von ihnen sind jedoch seit dem 24. Februar vor dem Krieg nach Deutschland geflohen.

Gemeinsam mit weiteren Kooperationspartnern wie dem Focke-Museum und der Landeszentrale für politische Bildung Bremen lädt das Staatsarchiv zu einem vielfältigen Programm (pdf, 231.2 KB) mit Musik, Vorträgen, Lesungen und Diskussionsrunden ein.

22. Mai 2022, 13.30 - 20.45 Uhr
Park und Vortragssaal des Focke-Museums
Der Eintritt ist frei.

Weitere Informationen gibt es bei der Landeszentrale für politische Bildung Bremen.

Bremer Preis für Heimatforschung

Bremer Preis für Heimatforschung 2022 - Einige der Preisträger mit Prof. Hans Kloft, dem Vizepräsidenten der Wittheit zu Bremen, und dem Leiter des Staatsarchivs Prof. Konrad Elmshäuser

Heute wurde im Staatsarchiv der diesjährige Bremer Preis für Heimatforschung der Wittheit zu Bremen vergeben. Mit dem Preis, der seit 1954 für hervorragende Arbeiten aus dem Bereich der naturwissenschaftlichen, kulturwissenschaftlichen oder sozialwissenschaftlichen Heimatforschung vergeben wird, soll besonders die Laienforschung gefördert werden, doch werden zur Ermutigung und Bestärkung des wissenschaftlichen Nachwuchses auch Hochschularbeiten sowie Arbeiten von Schülerinnen und Schülern berücksichtigt.

Dem Hauptpreis erhielt Hans-Gerhard Schmidt für seine Arbeit "Umgang mit der Vergangenheit als Regulierung der Gegenwart. Die Individualentschädigung der NS-Verfolgten in Bremen (1949-1970)".

Der Anerkennungspreis ging an Schüler*innen des Hermann-Böse-Gymnasiums für ihren Beitrag zum Geschichtswettbewerb des Bundespräsidenten 2020/21 "Bewegte Zeiten. Sport macht Gesellschaft.":
Gia Linh Cao Nguyen, "Welche Luft als Turnerin! Ein Theaterstück in Szenen über die ersten drei Jahrzehnte des Bremer Frauenturnens (1880 – 1914), der Kampf um Gleichberechtigung und die Wandlung des Frauenbildes"
Melissa Urban, "Sport macht Gesellschaft": die Anfänge des Nationalsozialismus im Bremer Weserstadion
Philip Nentwig, Bremer Rudersport in den Anfangsjahren des Nationalsozialismus, "Inwiefern entwickelte sich der Bremer Ruderverein von 1882 im Verlauf der Gleichschaltung von 1933 bis 1936 zu einem NS-treuen Sportverein?"

Gedenken an die Novemberrevolution in Bremen - Vortrag „Novemberrevolution und Räterepublik in Bremen – eine Übersicht“

Mit einem Vortrag von Bettina Schleier (Staatsarchiv Bremen) wird in diesem Jahr an die Novemberrevolution in Bremen gedacht. Der Vortrag gibt einen Überblick über die Ereignisse in Bremen zwischen November 1918 und dem Februar 1919, eingeordnet in die Verhältnisse in Norddeutschland und dem Deutschen Reich. Die Gedenkveranstaltung wird organisiert von der Landeszentrale für politische Bildung Bremen. Die Moderation übernimmt Dr. Thomas Köcher (Leiter der Landeszentrale für politische Bildung Bremen).

Termin: 06. November 2021, 18.00 Uhr
Ort: Landeszentrale für politische Bildung, Birkenstraße 20/21, 28195 Bremen
Anmeldung und weitere Informationen bei der Landeszentrale für politische Bildung.

Facetten der Forschung zum Mittelalter - Kolloquium Dieter Hägermann (1939-2006) zum 80. Geburtstag am 11./12. Juli 2019

Prof. Dr. Dieter Hägermann (1939-2006) hat als erster Lehrstuhlinhaber für mittelalterliche Geschichte an der Universität Bremen und nach seiner Emeritierung bis zu seinem Tod im Jahr 2006 v.a. zu Themen der Wirtschafts-, Sozial- und Technikgeschichte sowie zur Stadt- und Kirchengeschichte Bremens gearbeitet. Freunde, Schüler und Weggefährten haben sich im Jahr seines 80. Geburtstages im Staatsarchiv Bremen zu einem wissenschaftlichen Kolloquium mit einem abendlichen Festvortrag im Haus der Wissenschaft getroffen.

Programm:
Vortrag "Der Mensch zwischen Zeit und Ewigkeit" (Prof. Dr. Hans-Werner Goetz, Hamburg)
Do 11. Juli 2919, 18 Uhr, Haus der Wissenschaft, Sandstraße 4-5, Olbers-Saal
Kolloquium mit Beiträgen von Prof. Dr. Marcus Popplow (Karlsruhe), Dr. Sören Kaschke (Köln), Dr. Ulrich Weidinger (Bremen), Prof. Dr. Franz Irsigler (Trier) und Prof. Dr. Brigitte Kasten (Saarbrücken)
Fr 12. Juli 2019, 9-15 Uhr, Staatsarchiv Bremen, Am Staatsarchiv 1

Weitere Informationen entnehmen Sie bitte dem Flyer (pdf, 327.2 KB).

Bremer Preis für Heimatforschung - Preisträger 2019

Am Dienstag 30. April wurde im Staatsarchiv der diesjährige Bremer Preis für Heimatforschung der Wittheit zu Bremen vergeben.

Mit dem Preis, der seit 1954 für hervorragende Arbeiten aus dem Bereich der naturwissenschaftlichen, kulturwissenschaftlichen oder sozialwissenschaftlichen Heimatforschung vergeben wird, soll besonders die Laienforschung gefördert werden, doch werden zur Ermutigung und Bestärkung des wissenschaftlichen Nachwuchses auch Hochschularbeiten sowie Arbeiten von Schülerinnen und Schülern berücksichtigt.

Den Hauptpreis haben erhalten Michael Weisser für seine Arbeit "bremen:AN:sichten - Intermediales Heimatprojekt" und Nils A. Büthe für "Artenschutz im Industriegebiet - Konflikt oder Chance? - Am Beispiel der Kreuzkröte im Güterverkehrszentrum Bremen". Der Anerkennungspreis ging an die Schülerinnen und Schüler der Klassen 10a und b der Albert-Einstein-Schule in Bremen-Osterholz für ihre Mitarbeit bei der Ausstellung "Denn bin ich unter das Jugendamt gekommen - Bremer Jugendfürsorge und Heimerziehung 1933-1945" in der Galerie im Park am Klinikum Bremen-Ost.

Einen Ehrenpreis für sein langjähriges und kontinuierliches Engagement für den Bremer Preis für Heimatforschung hat Prof. Dr. Hans Kloft erhalten. Ihm ist es zu verdanken, dass der Heimatpreis nach 1996 neu belebt wurde und in der öffentlichen Wahrnehmung präsent geblieben ist. Dadurch hat Prof. Kloft im Sinne des Preises die bremische Regionalforschung wegweisend gefördert.

Novemberrevolution und Räterepublik 1918/1919 - Bremen und Nordwestdeutschland zwischen Kriegsende und Neuanfang - Tagung am 01.11.2018 war gut besucht

Antibolschewistisches Propagandaplakat
Antibolschewistisches Propagandaplakat

Das Kriegsende und die Novemberrevolution 1918 sowie der demokratische Neubeginn ab 1919 bildeten zentrale Weichenstellungen im jungen 20. Jahrhundert. Die Vorgänge und ihre weitreichenden Folgen geben noch immer Anlass zu Debatten und Kontroversen. So auch in Bremen, wo die Räterepublik bis heute als prägendes Ereignis Gegenstand einer "geteilten Erinnerung" ist.

Am 01.11.2018 fand in der Bremischen Bürgerschaft eine vom Staatsarchiv Bremen, der Historischen Gesellschaft Bremen sowie der Wittheit zu Bremen organisierte öffentliche Tagung mit reger Beteiligung statt. Rund 150 Besucher folgten den vielfältigen Vorträgen und Diskussionen zum Thema und bekamen Einblicke in neuere Forschungen zu Politik und Gesellschaft in Bremen und Nordwestdeutschland in einer bewegten Zeit. Näheres zum Programm können Sie dem Flyer (pdf, 2.8 MB) entnehmen.

Zur Veranstaltung wird Anfang 2019 eine Publikation mit allen Beiträgen erscheinen.