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Objekte im Staatsarchiv Bremen

Im 1968 erbauten Gebäude des Staatsarchivs Bremen sind mehrere Objekte zu finden, die zum Teil noch aus dem alten Archivgebäude am Tiefer stammen oder aber der "Kunst im öffentlichen Raum" zuzuordnen sind:

Der Wappenstein im Eingangsbereich

Wappenstein von 1591 neben des Haupteingang des Staatsarchivs Bremen

Der Wappenstein links des Haupteingangs zum Staatsarchiv war ursprünglich Teil der Fassade des in der Langenstraße gelegenen Neuen Kornhauses, erbaut im Jahr 1591. Er zeigt den silbernen Bremer Schlüssel auf rotem Grund, flankiert von zwei Löwen.

Das Kornhaus wurde während des Luftangriffs am 6. Oktober 1944 weitgehend zerstört und die Ruine abgetragen.

Der Flügel

Die Bronzeplastik Der Flügel von Günter Colberg im Staatsarchiv Bremen.

Die 1,75 Meter hohe Bronzeplastik "Der Flügel" wurde 1976 vom Bremer Bildhauer Günter Colberg (1927-1980) geschaffen und steht im Foyer des Staatsarchivs.

Das Werk ist Teil des Projektes "Kunst im öffentlichen Raum".

Schrank der Tresekammer im Eingangsbereich

Dieser erhalten gebliebene Schrank der Tresekammer stammt aus dem 18. Jahrhundert und ist einer der ursprünglich drei von Herrmann Post, dem ersten hauptamtlichen bremischen Archivar, eingeführten Urkundenschränke. Die Schränke waren zunächst in der bis 1909 bestehenden Tresekammer im Nordturm der Kirche Unser-Lieben-Frauen und danach noch bis zum Umzug 1967/1968 im Staatsarchiv im Gebrauch. In diesem Exemplar mit den Buchstaben Ca-Cm wurden die Kaiser- und Königsdiplome verwahrt.

Literaturhinweis: Elfriede Bachmann: Urkunden, in: Karl H. Schwebel: Das Staatsarchiv Bremen 1968 - Behörde, Dokument, Geschichte. Veröffentlichungen aus dem Archiv der Freien Hansestadt Bremen 36, Bremen 1968, S.74-76 (hier S.76).

Die Wandbilder französischer Kriegsgefangener im Staatsarchiv

Französische Kriegsgefangene, die während des 2.Weltkriegs im Bremer Holz- und Fabrikenhafen Zwangsarbeit leisteten, bemalten die Wände des Lagerschuppens, in dem sie zwischen 1942 und 1945 wohnten, schliefen und aßen, mit 13 großformatigen Bildern. Diese zeigen Gefangene in ihrem Alltag: beim Entladen von Holzschiffen, beim Verlassen der Schiffe zum Feierabend, beim Wäschewaschen, Kartoffelschälen, Kartenspielen, bei der Morgentoilette und der Kleiderausgabe, beim Empfang der begehrten Etiketten für die Päckchen von zu Haus. Lange Zeit waren die Bilder in Vergessenheit geraten. Seit 1996 wurden sie vom Landesamt für Denkmalpflege geborgen, konserviert und teilweise restauriert. Künftig werden sie ständig im Staatsarchiv Bremen zu sehen sein. Damit wird der Öffentlichkeit der Blick auf ein Stück bremischer Geschichte wieder zugänglich, das aus dem Stadtbild so gut wie völlig verschwunden ist.

Zwangsarbeit in Bremen

Die ca. 4.200 französischen Kriegsgefangenen waren während des Krieges in Bremen in den Rüstungsbetrieben, auf der AG Weser, bei Borgward und Weser-Flug, aber auch bei der Städtischen Müllabfuhr, im Hafen, im Gaswerk, bei Handwerkern und in der Landwirtschaft, in Bau- und Arbeitsbataillons beim Trümmerräumen und Reparieren von Bombenschäden und auch beim Bunkerbau in Farge eingesetzt. Zusammen mit zivilen Zwangsarbeitern aus allen von Deutschland besetzten Ländern Europas, den halbverhungerten und verachteten sowjetischen Kriegsgefangenen und italienischen "Militärinternierten" und Häftlinge der bremischen Außenlager des KZ Neuengamme bildeten sie ein Heer von rund 70.000 ausländischen Zwangsarbeitern allein in Bremen, die die einberufenen Soldaten ersetzten und die Kriegswirtschaft sowie die allgemeine Verpflegung der Bevölkerung aufrechterhielten. Unter unvorstellbaren Bedingungen schließlich wurde Zwangsarbeit in den bremischen Außenlagern des KZ Neuengamme geleistet.

Lagerleben und Arbeit

Die erste Station für die Kriegsgefangenen war das Stalag XB Sandbostel bei Bremervörde. Von dort wurden die meisten unverzüglich zum Arbeitseinsatz in die vielen großen und kleinen Lager überall in Bremen geschickt. Die Hoffnung auf eine baldige Rückkehr und das Vertrauen in die kollaborierende Vichy-Regierung schwanden bald. Bis zum Kriegsende wurden die Gefangenen in Deutschland festgehalten. Besonders am Anfang und nach der Befreiung Frankreichs litten sie Hunger, als die Päckchen von zu Hause fehlten. Die deutschen Rationen reichten nicht. Der Kontakt mit den Familien war streng reglementiert, die wenigen erlaubten Briefe unterlagen der Zensur. Privatleben gab es nicht mehr. In den Lagern lebten die Gefangenen auf engstem Raum und in mehrstöckigen Betten zusammengepfercht, sehr oft unter miserablen hygienischen Bedingungen, Ungeziefer war an der Tagesordnung. Noch schlimmer aber war die Angst vor den Bomben - als Kriegsgefangene hatten sie keinen Zugang zu den Bunkern, mussten in Splittergräben notdürftig Schutz suchen und oft auch bei Alarm weiterarbeiten. Die täglichen Arbeitszeiten waren 10 bis 12 Stunden, oft auch am Sonntag. Kriegsgefangene waren mit einem "KGF" in großen weißen Lettern hinten auf der Jacke gekennzeichnet. Sie durften nicht auf dem Bürgersteig gehen. Streng verboten war privater Kontakt zur Zivilbevölkerung: "Feind bleibt Feind" hieß es immer wieder in Appellen an die Bremerinnen und Bremer. Vereinzelte freundliche Gesten der Solidarität, die es trotzdem gab, und die Erfahrung von Kameradschaft untereinander gehören zu den wenigen positiven Erinnerungen, die den ehemaligen Kriegsgefangenen bis heute noch geblieben sind.

Das "Kommando Admiral Brommy" im Bremer Holzhafen

Dieses Kriegsgefangenen-Arbeitskommando gehört zu den ersten in Bremen. Es wuchs schnell auf mehrere hundert Gefangene an, die in verschiedenen Hafenbetrieben eingesetzt waren. Untergebracht waren sie zunächst auf dem außer Dienst gestellten und zum Wohnschiff umfunktionierten Frachter "Admiral Brommy", der im Holzhafen vor Anker lag. Dort waren die Zustände so unbeschreiblich schlecht und gefährlich, dass nach wiederholten Inspektionen durch das Internationale Rote Kreuz und Intervention von oben endlich ab Februar 1942 nach und nach Hafenschuppen an Land bezogen wurden. Der brutale Kommandant, der sich sogar gegenüber der Delegation des Roten Kreuzes damit brüstete, Gefangene mit Faustschlägen ins Gesicht zu bestrafen, wurde jedoch nicht abgelöst. Und auf die "Brommy" zogen ukrainische Zwangsarbeiter. Im Schuppen war zunächst auch nicht mehr Platz und er war im Winter schwer zu heizen. Es erfolgten dann Umbauten, der Schuppen erhielt Fenster und zwischen Sommer 1942 und Frühjahr 1943 entstanden auch die Wandbilder, die uns, wenn auch natürlich in harmloser Form - schließlich handelte es sich um offizielle erlaubte Malereien - vom Leben der Gefangenen erzählen. Dem aufmerksamen Betrachter, wie den gefangenen Kameraden, für die die Bilder gemeint waren, erschließt sich dennoch so manche Anspielung in auf den ersten Blick beiläufigen Details.
Die Laien-Malereien sind plakativ und mit einfachen Mitteln ausgeführt worden, besitzen jedoch eine hohe Aussagekraft. Als geschichtliches Dokument sind sie einzigartig, da in Deutschland keine vergleichbaren Beispiele bekannt sind.

Die Wandbilder sind ausgestellt im Foyer des Staatsarchivs Bremen und sind dort innerhalb der Öffnungszeiten zu besichtigen.

Fresques murales peintes par des prisonniers de guerre français à Brême

Wandbild französischer Kriegsgefangener in Bremen, 1942

Des traces d'histoire retrouvées sous une couche de chaux

Des prisonniers de guerre français affectés à un kommando de travail dans le port de Brême ont réalisé sur les murs du hangar leur servant de dortoir des fresques qui constituent des documents d'histoire uniques et d'une importance exceptionnelle.

Treize tableaux de grand format montrent des scènes de leur vie quotidienne en captivité : on voit les prisonniers en train de décharger des navires, en quittant les bateaux après la journée de travail, pendant la toilette du matin, devant l'établi, lors de la distribution de vêtements, en train de laver leur linge, d'éplucher des pommes de terre, pendant une pause-cigarette et enfin pendant leur sommeil. Ces fresques couvrent les deux murs en longueur du hangar à 2,20 m du sol et ont été peintes pendant l'hiver et le printemps 1942/43.

Pendant longtemps ces tableaux étaient tombés dans l'oubli. Les murs du hangar avaient été repeintes après la guerre et l'on s'en était servi de nouveau pour le stockage de biens. Seulement en 1989, un ancien prisonnier russe, en visite à Brême, se souvint d'avoir aperçu ces fresques dans le camp de ses camarades français et permit ainsi leur redécouverte.

Or, comment les sauver de la menace d'une dégradation ultérieure ? Le projet de les conserver dans le hangar même se heurta aux projets du propriétaire de reconstruire cette partie du port. Comment conserver ces rares traces encore visibles du passé national-socialiste et de ses victimes?

En 1996 les tableaux purent enfin être décollés, sauvegardés et en partie restaurés par l'office régional des monuments historiques. Depuis 2001, quatre d'entre eux sont exposés publiquement et en permanence au foyer des archives d'Etat de la ville de Brême.

Ainsi le public a-t-il de nouveau accès à des représentations authentiques de cette période de l'histoire brêmoise dont il ne reste que très peu de traces visibles dans la ville.

Captivité et travail forcé à Brême

Environ 4.200 prisonniers de guerre français furent affectés aux différents commandos de travail à Brême pendant la guerre. Si on y ajoute les déportés concentrationnaires, les travailleurs civils des deux sexes réquisitionnés dans les pays occupés en Europe de l'Est comme de l'Ouest, ainsi que les prisonniers de guerre des autres nationalités et les " internés militaires " italiens, les travailleurs étrangers étaient au nombre d'environ 70.000. Cette main d'oeuvre nombreuse compensait les appels toujours plus nombreux d'ouvriers allemands pour partir sur le front comme soldats. Elle devait assurer les besoins de l'économie de guerre ainsi que l'approvisionnement général de la population et la prestation de services variés. Il y avait des prisonniers de guerre affectés au travail dans presque tous les secteurs de l 'économie: dans l'industrie d'armement, sur les chantiers navals (AG Weser), à la construction de véhicules (Borgward) et d'avions (Weser-Flug), mais aussi dans les services de voirie, dans le port, à l'usine à gaz, chez de nombreux artisans, dans l'agriculture et enfin à la construction de la base de sous-marins de Farge.

Une multitude de réglementations constituait le cadre de la vie en captivité : ainsi les relations privées entre la population et les prisonniers - " L' ennemi est toujours l'ennemi " comme le rappelait sans cesse la propagande officielle - étaient strictement interdites. Les prisonniers portaient sur le dos la mention "KGF" peinte en grandes lettres blanches et il leur était défendu de marcher en groupes sur le trottoir, pour ne nommer que quelques-unes des mesures discriminatoires qui marquèrent leur quotidien.

Bientôt, les espoirs d'un retour rapide dans leurs familles et la confiance dans le régime de Vichy, qui pratiquait une collaboration d'Etat de plus en plus ouverte, s'étaient considérablement affaiblis parmi les prisonniers, qui, en effet, furent pour la plupart retenus en Allemagne jusqu'à la fin de la guerre. Leur approvisionnement fut particulièrement dramatique pour les vêtements dès 1941 et pour la nourriture après la libération de la France quand les colis de chez eux n'arrivèrent plus, qui avaient jusque-là complété les trop maigres rations allemandes. De toute manière, les contacts avec les familles étaientt strictement réglementés et les rares lettres permises furent soumises à une censure systématique.

Dans les camps, les prisonniers vivaient entassés les uns sur les autres, sans aucune intimité possible. La vermine et les épidémies étaient à l'ordre du jour. Pire encore fut le manque de protection contre les attaques aériennes - les prisonniers n'avaient pas accès aux abris réservés à la population civile et devaient se contenter de tranchées offrant seulement une protection sommaire contre les éclats. Souvent il leur fut même imposé de continuer le travail malgré l'alerte.

S'il y a quelque souvenir moins amère qui leur reste du temps de la captivité, c'est l'un ou l'autre geste de solidarité dont des brêmoises et des brêmois eurent le courage et l'expérience de la camaraderie de la " popote ".

Le "Kommando Admiral Brommy"

En août 1940, 600 prisonniers de guerre français quittèrent le Stalag XB de Sandbostel près de Bremervörde pour être affectés au kommando "Admiral Brommy" qui fournissait de la main-d'œuvre à diverses entreprises du port de Brême.

Le cargo désaffecté du nom d'"Admiral Brommy" à quai dans la partie du port destinée à l'importation de bois, servait, dans un premier temps, de logis aux prisonniers. Les conditions d'hygiène y étaient si déplorables et les méthodes de discipline pratiquées par le commandant en place si brutales que, alertée par de nombreuses plaintes lors de ses inspections en 1941 et en1942, la Croix Rouge Internationale obtint le déménagement des prisonniers français de ce navire et leur logement à terre à partir de 1942. Le "Brommy" hébergea ensuite des travailleurs forcés russes.

Le nouveau domicile des prisonniers français, le hangar N° 27 du port aux usines, avait, lui aussi, plusieurs inconvénients : il fut difficile à chauffer et pour améliorer l'aération, il fallut rajouter des fenêtres à cette bâtisse des années 20. Les fresques murales furent sans doutes peintes dans le courant de ces travaux de construction qui eurent lieu entre l'été 1942 et début 1943.

Réalisation et technique
Les tableaux sont d'une composition simple et ont été réalisés par des non-professionnels ayant à leur disposition des moyens rudimentaires. Parmi les différents auteurs, dont les styles et les signatures varient, seul le nom de David Alois nous est connu par un témoignage.

Les fresques couvrent une superficie de 105 mètres carrés, allant d'une hauteur du sol de 2,40 m à 4,40 m (jusqu'en haut des lits superposés). Elles ont été réalisées en couleurs en détrempe, appliquées sur une couche de chaux.

Les tableaux ayant été peints, évidemment, avec l'accord des autorités, les éléments de critique par rapport aux conditions de vie et de travail qu'ils contiennent, ne sautent pas aux yeux et doivent être décryptés par un regard attentif sur des détails qui paraissent à première vu anodins.

Ces fresques murales peintes par des prisonniers de guerre dans le port de Brême constituent un document historique unique. De telles représentations de la vie quotidienne en captivité sont tout à fait exceptionnelles.

Des répliques de ces fresques font depuis quelque temps partie de l'exposition permanente du "Mémorial pour la Paix" à Caen (Normandie).

Wandfries im Lesesaal

Der Wandfries im Lesesaal des Staatsarchivs ist eine Arbeit des Bremer Malers, Zeichners und Grafikers Curt Wittenbecher (1901-1978). Er stellt auf 8 Tafeln die Städte Bremen und Bremerhaven als eine sich über dem Weserstrom staffelnde Stadtlandschaft dar.

Der Fries wurde extra für dieses Gebäude entworfen und entstand bei dessen Bau 1968.

Urkundenschrank im Lesesaal

Der eichene, mit drei Schlossern versehene Schrank stammt aus dem ehemaligen Benediktinerkloster St. Pauli (ca. 1050 bis 1567), wahrscheinlich aus dem 13. oder 14. Jahrhundert und diente zur Aufbewahrung der mittelalterlichen Kirchenurkunden.

Treseschrank im 1. Obergeschoss